Mit Kopf und Herz bei der Sache – Regionaldialog in Mannheim

Intensiver Austausch beim ersten Regionaldialog Pflege stärken in Mannheim

Welche Informationen wünschen sich Praktikerinnen und Praktiker der Pflege zu den neuen Pflegestärkungsgesetzen? Wo sehen sie in der Praxis Hindernisse – und was braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung? Über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen diesen Fragen am 18. April zum Auftakt des Regionaldialogs für die Metropolregion Rhein-Neckar und das Saarland in Mannheim nach.

An sechs Thementischen diskutierten und sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern dazu Themen aus und für die Praxis. Einigkeit bestand unter den Anwesenden, dass die gute Umsetzung der Pflegestärkungsgesetze mit passgenauen Informationen beginnt. Betont wurde der Bedarf an verständlichen und praxisorientierten Schulungen und Informationsangeboten, die spezifisch für die Praktikerinnen und Praktiker der Pflege wie auch für Patienten und pflegende Angehörige aufbereitet sein sollten. So machte Sebastian Lorenz, der für b.i.f. ambulante Dienste in Mannheim am Regionaldialog teilnahm, deutlich: „Mit den Pflegestärkungsgesetzen stehen uns umfassende Neuerungen ins Haus. Vieles, das wir beispielsweise als Pflegekräfte schnell wissen müssen. Aber auch unsere Pflegebedürftigen fragen bereits, was sich für sie ändert und sie erwarten natürlich Antworten von uns. Die Information und der Austausch untereinander sind bei dieser Veranstaltung deshalb sehr lohnend und wertvoll.“

Als Herausforderungen bei der Umsetzung im konkreten Pflegealltag benannten die Anwesenden unter anderem die offene Frage nach einem bundeseinheitlichen Personalschlüssel. Der steigende Fachkräftebedarf, aber auch die zukünftige Wirtschaftlichkeit stationärer Angebote unter den neuen Bedingungen waren ebenfalls Thema. Außerdem wurden die besonderen Anforderungen an die Pflege von Pflegebedürftigen mit Migrationshintergrund besonders thematisiert. Als Themenwünsche für Webinare und den Online-Dialog „Pflege stärken“ brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die neuen Begutachtungsrichtlinien des GKV-Spitzenverbandes oder Haftungsfragen ein. Sie regten zudem an, den guten Austausch in den ersten Monaten der Praxisphase fortzuführen.

Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin Pflegesicherung und Prävention im Bundesministerium für Gesundheit, bedankte sich zum Abschluss bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die intensive Beteiligung. Die Diskussion in Mannheim habe eindrucksvoll gezeigt: „Als Praktikerinnen und Praktiker haben Sie einen empirischen Vorsprung. Sie sind mit Kopf und Herz bei der Sache – und ganz dicht an den Themen dran. Es macht mir große Freude von und mit Ihnen gemeinsam mich auszutauschen und zu lernen.“

Im Herbst geht der Regionaldialog in die zweite Runde. Zur Vertiefung der Themen wurden die Teilnehmenden schon jetzt herzlich eingeladen.