Engagierte Praktikerinnen und Praktiker der Pflege diskutieren beim Regionaldialog in Duisburg

Engagierte Praktikerinnen und Praktiker der Pflege diskutieren beim Regionaldialog in Duisburg

Rund 50 Praktikerinnen und Praktiker der Pflege der Region Rhein-Ruhr kamen am 21. April 2016 zum Regionaldialog in der Alten Feuerwache in Duisburg zusammen.

Nach einem Vortrag zu den neuen Pflegestärkungsgesetzen von Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin Pflegesicherung und Prävention des Bundesministeriums für Gesundheit, und einer kurzen Vorstellungsrunde an den sechs Thementischen startete der inhaltliche Austausch unter den Teilnehmenden. Die Diskussionsrunden zu den verschiedenen Themenschwerpunkten „Ambulante Pflegeangebote“, „Betreuungs- und Entlastungsangebote“, „Teilstationäre“ und „Stationäre Angebote“ sowie „Beratungs- und Pflegelandschaft vor Ort“ wurden von acht Expertinnen und Experten begleitet.

Was von vielen Praktikerinnen und Praktiker eingebracht wurde, war der Wunsch nach einem konkreten „Fahrplan zur Umsetzung“ für den knapp bemessenen Zeitraum bis zum Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes am 1. Januar 2017. Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschten sich genauere Informationen zum Beispiel zu folgenden Fragen: Wer ist der konkrete Ansprechpartner für die Reha eines pflegenden Angehörigen? Passen die verhandelten Pflegesätze zu den Pflegegraden? Wie hoch wird der einheitliche Eigenanteil für Bewohner im stationären Bereich ausfallen? Wie wird das System der Leistungskomplexe angepasst? Wie funktioniert das Neue Begutachtungsassessment (NBA)?

Wie schon in vorherigen Dialogveranstaltungen wurde auch in Duisburg die Planungsunsicherheit für die Personalressourcen und der Schulungsbedarf thematisiert, z.B. für Pflegeberaterinnen und -berater.

„Der Dialog“, so eine Teilnehmerin aus der Pflegeberatung, „dient uns als Fachleuten, trägt das gesamte Pflegethema aber auch weiter in die Öffentlichkeit.“ Ein Kommunalvertreter hob besonders den wertvollen Vernetzungscharakter der Veranstaltung hervor: „In dieser Zusammensetzung trifft sich die lokale und regionale Pflegewelt nicht oft. Das ist eine gute Gelegenheit, sich auch über gute Lösungen bei der Umsetzung auszutauschen und diese dann wiederum in die eigenen Netzwerke zu streuen“.

In ihren Abschlussworten dankte Frau Kraushaar den Teilnehmenden für den konstruktiven Dialog und ihr Engagement und kündigte die zweite Dialogrunde im September/Oktober an, zu der alle Anwesenden erneut eingeladen werden.